Teilen Autor: Silvan Maaß Der Grundwortschatz NRW ist Bestandteil der "Handreichung - Hinweise und Materialien für einen systematischen Rechtschreibunterricht an Grundschulen in NRW" und ist eine Lern- und Übungshilfe, die eine fundierte Grundlage bietet, um das Rechtschreibbewusstsein von Schülerinnen und Schülern an Grundschulen zu entwickeln und sie auf weiterführende sprachliche Anforderungen vorzubereiten. Inhaltsverzeichnis [anzeigen] Grundwortschatz NRW Merkwörter Nachdenkwörter 1. Grundwortschatz NRW Das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) hat eine Sammlung von Wörtern herausgegeben, die einen systematischen Rechtschreibunterricht an Grundschulen in NRW ermöglichen soll. Sie umfasst 533 Wörter, die für die Grundschule relevant sind und wurde so ausgewählt, dass sie den sprachlichen Alltag der Kinder abbildet und gleichzeitig typische Rechtschreibmuster und Stolpersteine der deutschen Sprache repräsentiert. Dadurch soll der Rechtschreibunterricht nicht nur theoretisch, sondern auch praxisnah gestaltet werden. Merkwörter Nachdenkwörter 1.1 Merkwörter Die 111 Merkwörter beinhalten Wörter, die in der Grundschule häufig falsch geschrieben werden und auswendig gerlernt werden sollten, da sie nicht den Prinzipien der deutschen Orthografie folgen. Dies ist häufig bei Pronomen, Artikeln, Präpositionen und Wörtern, die aus anderen Sprachen ins Deutsche übernommen wurden (Lehnwörter, wie bspw. Advent, Computer oder Detektiv), der Fall. ab aber als also am an auch auf aus bald bei bin (von sein) bis bisschen da danach dann das dein denn der dich die dies dir doch dort durch eigentlich ein einmal eins er es euch fast für ganz hat (von haben) heraus herein hier hinein hinter ihm ihn ihr im immer in ist ja jede (von jeder) jetzt kein letzte man mehr mein meistens mich mir mit nach nein nicht nichts nie noch nun nur nächste (von nah / nahe) nämlich ob oder oft ohne paar schon sehr sein seit sich sie sind über um und uns unter viel vom von vor vorbei wann warum was weg weil wem wenig wenn wer wie wieder wir wird (von werden) zu zum zur 1.2 Nachdenkwörter In den 422 Nachdenkwörtern kommen schwierige Buchstaben oder Buchstabenverbindungen vor, deren richtige Schreibweise durch Überlegen und Anwenden von Rechtschreibregeln erschlossen werden kann. Abend Advent Affe Afrika alle allein alt Amerika andere Angst antworten Apfel Arzt Asien aufpassen aufwachen Auge Australien Auto außerdem Ball Banane bauen Baum befehlen befiehlt (von befehlen) begegnen Beispiel bekommen belohnen Berg besiegen besser beste (von gut) Bett bevor Birne bist (von sein) bitten bleiben Boot brauchen Brief bringen Brot Bruder brummen Buch Burg Bus böse Cent Chor Computer darf (von dürfen) davor denken Detektiv Dieb Dienstag Donnerstag doof doppelt Dose draußen drei dumm Durst dürfen Ei Eimer Eis Elefant Eltern endlich Erdbeere Ergebnis erklären erschrecken erschrickt (von erschrecken) erstens erzählen essen Eule Europa fahren Fahrrad fallen fangen fehlen Ferien Fernseher fertig Feuerwehr finden Fisch Flasche fliegen Flugzeug fragen Frau Freitag fressen freuen Freund frisst (von fressen) Frühstück Fuchs Fuß fährt (von fahren) fällt (von fallen) fängt (von fangen) füttern Gabel geben Geburt gefallen gefährlich gehen gelb genug gerade gern geschehen Geschichte gestern gesund gewinnen Gewitter gibt gießen Giraffe Glück groß Gruppe grüßen gucken Haar haben halb hallo halten Hand Handy Hase hatte (von haben) Haus Heft heißen helfen heute Hexe hilft (von helfen) hoffen Hose Hummel Hund Hunger hungrig hält (von halten) hören ich Idee ins isst (von essen) Jacke Jahr jung Junge kann kaputt Karten (von Karte) Katze kaufen kennen Kind Kirche Kirsche klappen Klasse klein klettern klug Knopf kochen kommen Kopf Korb krabbeln Kreuz kriegen Kuh kurz kämpfen Käse können Küche lachen lang langsam lassen Laub laufen leer Lehrer lernen lesen lieb liegen liest (von lesen) loslassen lässt (von lassen) läuft (von laufen) Löffel löschen Löwe machen mag malen Mama Mann Mappe Maus Meer Messer Milch Minute mitnehmen Mittag Mittwoch Mond Montag morgen Mund muss (von müssen) Mutter möchten mögen müssen Mütze Nachbar Nachmittag Nase Nashorn nehmen Nest nett neu nimmt (von nehmen) nirgendwo Note Nähe Oma Opa Papa Papagei Pappe passieren Pferd Pflanze Pflaster pflücken Pinsel Platz plötzlich Pullover Puppe Rauch rechnen Regen reiten rennen Rettung Rock rufen ruhig Sache sagen sammeln Samstag Schaf schaffen Schal schauen Schaufel Schaukel schaukeln schenken Schiff schimpfen schlafen schlecht schlimm Schloss Schluss schläft (von schlafen) Schmetterling schmutzig Schnee schneiden schnell Schnupfen Schrank schrecklich schreiben schreien Schule schwarz Schwein schwimmen schön See sehen Seite selbst sieht (von sehen) singen sitzen sollen Sonne Sonntag Spaß Spiegel spielen Spinne Sport springen spritzen spät Stadt stehen steigen Stein stellen Stern Straße streiten Stunde Stück süß Tafel Tag Tasche Tasse Teller Tipp tippen Tisch Tod toll tot tragen Treppe trinken trägt (von tragen) tun Uhr Uhu Ungeheuer Urlaub Vampir Vater verbieten verdoppeln vergessen vergisst (von vergessen) Verkäufer verletzen verlieren vermissen verrückt versprechen verspricht (von versprechen) verstecken versuchen vielleicht vier Vogel voll voraus Vorfahrt Vorname Vorschlag vorsichtig Vorteil Waage wachen wachsen wahr Wald Wasser Weihnachten Weile weinen weiter weiß welcher Welt wen werden werfen will (von wollen) wirft (von werfen) wissen wohnen Wolke wollen wächst (von wachsen) wütend Zahn Zeit Ziege ziehen Zimmer Zitrone Zoo zuerst Zug zurück zusammen zwei Über den Autor Silvan Maaß ist Diplom-Kommunikationswirt (dab) sowie Mitbegründer der Sprachnudel, wodurch er sich seit 20 Jahren beinahe täglich mit theoretischer und angewandter Linguistik beschäftigt. Die Lebendigkeit der Sprache hat es ihm besonders angetan. Daher interessiert er sich insbesondere für Okkasionalismen und Neologismen - zwei kreative Themenfelder der Linguistikforschung, die in unserer Gesellschaft relevanter denn je sind.